Der TSV Bardowick setzt seine Siegesserie fort! Nach sechs Auswärtsspielen in Folge kehrten die Grün-Weißen am Sonntagnachmittag ins heimische Heinrich-Langeloh-Stadion zurück und feierten gegen den Aufsteiger SV Lemgow-Dangenstorf einen deutlichen 6:0 – Heimerfolg. Neben zahlreichen Torchancen hatte die Begegnung auch eine ungewöhnliche Unterbrechung zu bieten: Ein heftiges Gewitter sorgte für eine rund 30-minütige Spielpause. Sportlich überzeugten die Bardowicker vor allem durch ihre Offensivstärke, ließen allerdings auch zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt.
VERHALTENER BEGINN – ZWEI ELFMETER BRINGEN BARDOWICK AUF KURS!
Im Vergleich zum Auswärtserfolg beim SV Holdenstedt nahm Cheftrainer M. Bösch lediglich eine Veränderung in seiner Startformation vor. Für J. Werner rückte M. Akkus zurück in die Sturmspitze.
Die Bardowicker begannen zunächst verhältnismäßig zurückhaltend und ließen in der Anfangsphase die letzte Zielstrebigkeit in Richtung des gegnerischen Tores vermissen.
Die erste Annäherung gab es in der 5. Spielminute. Nach einem Freistoß von L. Holzhütter kam P. Voß zum Kopfball, setzte diesen allerdings deutlich am Tor vorbei. Nur zwei Minuten später versuchte es M. Neumann mit einem kontrollierten Abschluss aus der zweiten Reihe, der jedoch geblockt wurde.
Auch in der 12. Minute fehlte die letzte Genauigkeit. Ein schöner Chipball von L. Lübberstedt fand M. Akkus, der den Ball allerdings nicht kontrollieren konnte und am Körper vorbeilaufen ließ.
Die erste und zugleich einzige nennenswerte Gelegenheit der Gäste im ersten Durchgang folgte in der 13. Minute. Nach einem langen Ball kam Lemgows Torjäger J. Fröhlich zum Abschluss, setzte diesen jedoch zu überhastet ab. Kein Problem für Bardowicks Schlussmann P. Wallat.
Der gefährliche Angreifer der Gäste war beim Innenverteidigerduo M. Kuhlmann und L. Lübberstedt über die gesamte Partie weitestgehend abgemeldet. Auffällig war allerdings, wie J. Fröhlich seine Mitspieler immer wieder lautstark motivierte und als ständiger Antreiber voranging.
In der 15. Minute folgte schließlich die Führung für die Hausherren. M. Weber setzte im Strafraum zu einer Schussfinte an, sein Gegenspieler S. Kaiser ließ das Bein stehen und brachte den Bardowicker zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte L. Kaufmann sicher zur 1:0-Führung.
Nur sieben Minuten später zeigte Schiedsrichter T.-J. Beck erneut auf den Punkt. M. Akkus wurde von L. Wilke im Strafraum zu Boden gerissen. Der Gefoulte übernahm selbst die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß trotz eines Ausrutschers zum 2:0 (22.).
BARDOWICK DRÜCKT – GEWITTER SORGT FÜR LANGE UNTERBRECHUNG!
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken übernahmen die Bardowicker zunehmend die Kontrolle und erspielten sich weitere hochkarätige Möglichkeiten.
In der 27. Minute brachte D. Öker eine präzise Halbfeldflanke auf M. Akkus, der den Ball gegen die Laufrichtung von Gästekeeper D. Minzer köpfte. Der Schlussmann reagierte allerdings glänzend und verhinderte den dritten Treffer.
Anschließend rückte der Fußball vorübergehend in den Hintergrund.
Einsetzender Starkregen und ein aufziehendes Gewitter zwangen das Schiedsrichtergespann um T.-J. Beck zur Unterbrechung der Begegnung.
Rund 30 Minuten ruhte der Ball im Heinrich-Langeloh-Stadion.
Während der Unterbrechung fanden mehrere Gespräche über eine mögliche Fortsetzung der Partie statt. Besonders hervorzuheben waren dabei die transparente Kommunikation und die klare Linie des Schiedsrichtergespanns, das die Situation jederzeit nachvollziehbar begleitete. Auch die Bardowicker signalisierten deutlich, dass sie die Begegnung unbedingt fortsetzen wollten.
Nach rund einer halben Stunde konnte schließlich wieder Fußball gespielt werden.
L. HOLZHÜTTER MIT DOPPELPACK – BARDOWICK SORGT FÜR KLARE VERHÄLTNISSE!
Nach der langen Unterbrechung knüpften die Hausherren unmittelbar an ihre offensive Spielweise an.
In der 35. Minute brachte M. Neumann eine Hereingabe in den Rückraum. L. Holzhütters erster Abschluss wurde noch geblockt, doch der zentrale Mittelfeldspieler bekam den Ball erneut vor die Füße und schlenzte ihn sehenswert ins lange Eck – 3:0!
Die Bardowicker blieben am Drücker und hätten die Führung bereits wenige Minuten später weiter ausbauen müssen.
In der 40. Minute behauptete M. Akkus den Ball stark vor dem gegnerischen Strafraum, drehte sich aus der Bedrängnis und verlagerte auf L. Ahrens. Dessen Schlenzer konnte Gästekeeper D. Minzer erneut entschärfen.
Kurz vor dem Seitenwechsel folgte die nächste Riesenchance. L. Holzhütter spielte einen hervorragenden Steckpass auf L. Kaufmann, der völlig freistehend vor dem Tor auftauchte, seinen Abschluss allerdings am langen Pfosten vorbeisetzte (44.).
In der 45. Minute machte es L. Holzhütter schließlich besser.
D. Öker brachte den Ball vom Flügel flach in den Strafraum. L. Holzhütter stand rund elf Meter vor dem Tor goldrichtig und vollendete direkt und flach zum 4:0!
Der nächste Doppelpack des zentralen Mittelfeldspielers, der seine beeindruckende Form damit einmal mehr unter Beweis stellte. Was für ein Lauf des Bardowickers!
Mit der deutlichen Führung war die Begegnung bereits vorzeitig entschieden.
Aufgrund der langen Gewitterunterbrechung verbrachten die Mannschaften die Halbzeitpause auf dem Spielfeld und setzten die Partie ohne einen erneuten Kabinengang unmittelbar fort.
CHANCEN IM MINUTENTAKT – L. KAUFMANN ERHÖHT AUF 5:0!
Auch nach dem Seitenwechsel kannten die Bardowicker zunächst nur eine Richtung.
In der 54. Minute bot sich M. Kuhlmann die große Gelegenheit auf einen eigenen Treffer. Nach einer Hereingabe von L. Holzhütter kam der Innenverteidiger aus kürzester Distanz zum Abschluss, setzte den Ball allerdings über das Tor.
Nur eine Minute später klingelte es dann erneut im Kasten der Gäste.
M. Neumann setzte sich auf dem Flügel durch und brachte eine präzise Flanke auf den zweiten Pfosten. Dort stand L. Kaufmann bereit und vollendete zum 5:0 (55.).
Die Bardowicker erspielten sich nun nahezu im Minutentakt weitere Möglichkeiten.
In der 57. Minute flankte L. Kaufmann in den Strafraum. Lemgows M. Lieker konnte den Ball per Kopf nur unzureichend in die Mitte klären. L. Holzhütter nahm die Kugel direkt aus der Luft und setzte sie mit einem wuchtigen Abschluss an die Latte!
Beinahe hätte der überragende Mittelfeldspieler seinen Dreierpack perfekt gemacht.
Kurz vor seiner Auswechslung musste L. Holzhütter allerdings einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Der Bardowicker rutschte leicht weg und deutete anschließend auf muskuläre Probleme hin. Eine mögliche Muskelverletzung wäre besonders ärgerlich, da L.Holzhütter bis dahin eine herausragende Partie gespielt und mit seinem Doppelpack maßgeblichen Anteil an der deutlichen Führung gehabt hatte.
Nach einer Stunde reagierte Cheftrainer M. Bösch und wechselte gleich dreifach. L. Werner, E. Kozybayev und M. Madsen kamen für L. Holzhütter, L. Ahrens und D. Öker in die Begegnung.
Vier Minuten später verließ auch M. Weber das Spielfeld. Für ihn kam Routinier J. Werner in die Partie.
J. WERNER SETZT AKZENTE – M.MADSEN VERPASST PREMIERENTREFFER!
Der eingewechselte J. Werner benötigte keine Anlaufzeit und zeigte unmittelbar nach seiner Einwechslung seine ganze Klasse.
Bereits mit seiner ersten Aktion eroberte der Routinier den Ball und setzte M. Madsen mit einem überlegten Steckpass hervorragend in Szene. Der Youngster scheiterte allerdings am gut reagierenden Gästekeeper D. Minzer (64.).
Es wäre M. Madsens erster Treffer für die Bardowicker gewesen.
Nur eine Minute später versuchte es J. Werner selbst. Nach einer abgewehrten Ecke zog er aus dem Rückraum ab, doch erneut war D. Minzer zur Stelle und verhinderte einen weiteren Gegentreffer.
In der 67. Minute leitete der Routinier die nächste Großchance ein. Mit einem klugen Zuspiel setzte er seinen Bruder L. Werner in Szene, der den Ball scharf vor das gegnerische Tor brachte. Dort stand M. Akkus völlig frei, brachte den Ball allerdings nicht am Gästekeeper vorbei und spielte D.Minzer die Kugel praktisch in die Arme.
In der 70. Minute folgte der nächste Wechsel. R. Schmidt ersetzte L. Kaufmann.
BRÜDER WERNER WIRBELN – M. AKKUS SCHNÜRT DOPPELPACK!
In der 76. Minute belohnten sich die Bardowicker schließlich für ihre anhaltenden Offensivbemühungen.
E. Kozybayev spielte einen hervorragenden Diagonalball hinter die Lemgower Abwehrkette auf L. Werner. Dieser legte den Ball mit dem Kopf unmittelbar quer auf M. Akkus, der ebenfalls per Kopf zum 6:0 vollendete.
Auch in der Schlussphase blieben die Hausherren offensiv gefährlich.
In der 89. Minute setzte sich M. Madsen mit einer schönen Bewegung im Zentrum gegen seine Gegenspieler durch und kam zum Abschluss. Doch auch diesmal zeigte Lemgows Schlussmann D. Minzer eine starke Reaktion und verhinderte den Premierentreffer des Bardowicker Youngsters.
FAZIT: SIEGESSERIE HÄLT AN – CHANCENVERWERTUNG BLEIBT AUSBAUFÄHIG!
Der TSV Bardowick feiert nach sechs Auswärtsspielen in Folge eine erfolgreiche Rückkehr ins Heinrich-Langeloh Stadion und setzt seine Siegesserie eindrucksvoll fort.
Besonders L. Holzhütter überzeugte mit seinem Doppelpack und einer weiteren starken Leistung im zentralen Mittelfeld. Sein mögliches Muskelproblem nach dem leichten Wegrutschen kurz vor seiner Auswechslung trübte die Freude über den deutlichen Erfolg allerdings. Für den sehr gut aufgelegten Bardowicker wäre eine Verletzung besonders bitter.
Auch M. Akkus und L. Kaufmann trugen sich jeweils doppelt in die Torschützenliste ein.
Bemerkenswert war zudem der Auftritt der eingewechselten Akteure. Insbesondere J. Werner setzte unmittelbar nach seiner Einwechslung zahlreiche offensive Akzente und unterstrich seine Qualitäten als erfahrener Führungsspieler.
Dass die Gäste nicht noch deutlicher unter die Räder kamen, war insbesondere ihrem Schlussmann D. Minzer zu verdanken, der mit zahlreichen starken Paraden eine wesentlich höhere Niederlage verhinderte.
Allerdings müssen sich die Bardowicker auch selbst den Vorwurf gefallen lassen, vor dem gegnerischen Tor nicht konsequent genug agiert zu haben. Angesichts der Vielzahl an hundertprozentigen Möglichkeiten wäre durchaus ein noch deutlicheres Ergebnis möglich gewesen.
Am kommenden Sonntag, den 01.11.2026, um 14:00 Uhr, reisen die Grün-Weißen zum SV Scharnbeck.




